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ASCR Democenter: Ein Blick in die Energiezukunft

Ende September lud die Wirtschaftsagentur Wien zum Tag der offenen Tür ins Technologiezentrum in aspern Seestadt. Für die ASCR ein klarer Fall, das beliebte Democenter zu öffnen. Und das mit Erfolg. Über 200 technikbegeisterte BesucherInnen informierten sich über die hochmoderne ASCR-Forschungsumgebung. ASCR Geschäftsführer Robert Grüneis sowie Forschungsleiter Andreas Schuster standen den BesucherInnen Rede und Antwort. Von Autobatterien, die bei Bedarf für Netzstabilität sorgen bis zu Häusern, die eigenständig an den Energiemärkten handeln und so Gewinne für Stadt und Bewohner generieren wurden viele aktuelle Forschungsschwerpunkte der ASCR genau beleuchtet und diskutiert.

Fazit: Ein gelungener, informativer Tag, der großes Interesse an der Forschungstätigkeit der ASCR offenbarte. Schließlich geht es um Antworten auf die großen Fragen der Energiezukunft. Und genau daran arbeiten die über 100 ForscherInnen im Rahmen von Europas größtem und innovativstem Energieforschungsprojekt.

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Sprechende Häuser in aspern Seestadt

ASCR/APA-Fotoservice/Tesarek

Sprechende Häuser in aspern Seestadt | Aspern Smart City Research Gmbh & Co KG (ASCR), 12.02.2019

Aspern Smart City Research startet zweite Projektphase: ASCR 2023

Sprechende Häuser in aspern Seestadt | Aspern Smart City Research Gmbh & Co KG (ASCR), 12.02.2019

Technikzentrale, Wetterstation, Automobil, UserIn und smartes Netz – nur einige Gesprächspartner von zukünftigen intelligenten Gebäuden. In aspern Seestadt sind diese bereits Realität. Die Smart Buildings im Rahmen von Europas größtem und innovativstem Energieforschungsprojekt – Aspern Smart City Research (ASCR) – sprechen bereits rund zehn „Sprachen“. In der kommenden Projektphase „ASCR 2023“ treten sie, dank des interdisziplinären Einsatzes von über 100 ForscherInnen, in Dialog: Schwerpunkte der kommenden Programmperiode sind die weitere intelligente Vernetzung von Gebäuden, Netzen und Märkten, die vertiefende Erforschung von Wärmeabluftnutzung auch im Sinne der Raumkühlung und nicht zuletzt die Fragen des smarten Beladens von E-Autos sowie deren mögliche Nutzung als künftige Energiespeicher.

2013 gemeinsam von Siemens Österreich, Wien Energie, Wiener Netze, Wirtschaftsagentur Wien und der Seestädter Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 AG ins Leben gerufen, forscht ASCR mit Echtdaten aus dem Stadtentwicklungsgebiet aspern Seestadt an Lösungen für die Energiezukunft im urbanen Raum. In den vergangenen fünf Jahren wurde eine hochmoderne Forschungsumgebung – bestehend aus einem umfassenden intelligenten Energienetz, einem Wohngebäude, einem Studierendenheim sowie einem Bildungscampus – geschaffen. Konkretes Forschungsziel ist dabei die Energieerzeugung, deren Verteilung, Speicherung und nicht zuletzt Verbrauch so zu optimieren, dass daraus nachhaltige ökologische wie ökonomische Vorteile für Stadt und BewohnerInnen entstehen.

„Die ASCR ist Wiens Antwort auf die drängenden Fragen der Energiezukunft und der Versorgungssicherheit, wir erwarten uns von dieser Forschungskooperation natürlich auch marktreife Produkte. Denn hier werden schon heute die nachhaltigen Konzepte für die Energieversorgung von morgen entwickelt, die Ressourcen schonen und die Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener auch für die Zukunft nachhaltig sichern“, so Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke, über das Wiener Vorzeige-Energieforschungsprojekt.

„Ein Energieforschungsprojekt in dieser Größe und mit diesen Partnern ist in Europa einzigartig“, führt Siemens Österreich Generaldirektor Wolfgang Hesoun aus. „Aus den bisherigen Forschungsaktivitäten wurden bereits 15 prototypische Lösungen in den Bereichen intelligente Gebäude und Netzinfrastruktur entwickelt, sowie 11 Patente angemeldet. Darauf sind wir stolz. Im Forschungsumfeld der Seestadt finden wir die optimalen Bedingungen vor, um die neuen Technologien und Lösungen die den Energieverbrauch von Gebäuden optimieren, in realem Umfeld anzuwenden.“

Dabei immer im Fokus: die NutzerInnen. MieterInnen im Projekt haben verschiedene Werkzeuge – wie ein Home Automation System, eine Smart User App, eine Energievertrauensperson oder auch einen flexiblen Stromtarif – an der Hand, damit sie so energie- und kosteneffizient wie möglich agieren können. Gleichzeitig ist das Stromnetz vor Ort mit zahlreichen Sensoren ausgestattet. Es ist damit kein passives Verteilernetz, sondern ein tatsächlich smartes Stromnetz, das auf den aktuellen Energiebedarf flexibel reagieren kann. „Dieses Zusammenspiel von Anwendungen und interdisziplinären Zugängen der ASCR-Gesellschafter macht den Erfolg der Zusammenarbeit aus. Wir lernen, was die Stromversorgung der Zukunft braucht. Und noch viel wichtiger: wir lernen, was die BewohnerInnen smarter Gebäude tatsächlich benötigen und sinnvoll für sich nützen können“, sagt Peter Weinelt, Generaldirektor-Stv. der Wiener Stadtwerke.

Peter Weinelt (Wiener Stadtwerke), Robert Grüneis (ASCR), Wolfgang Hesoun (Siemens Österreich)

Multilinguale Gebäude

Die von der ASCR beforschten Gebäude stehen in laufendem Austausch mit verschiedensten Mess- und Kontrollstationen: Von thermischer und elektrischer Infrastruktur, über Wetterstation und Photovoltaikanlage am Dach, bis hin zu Speichern und intelligenten Netzstationen. „Unsere Gebäude sind wahre Meister der Kommunikation. Man könnte sagen, sie sprechen rund zehn verschiedene Sprachen – Tendenz steigend“, führt Robert Grüneis, Geschäftsführer der ASCR, aus. Denn in der neuen Programmphase „ASCR 2023“ werden die Gebäude, zu denen unter anderem auch das Technologiezentrum Seestadt hinzukommt, weiter vernetzt. „Die Entwicklung von optimal aufeinander abgestimmten Erzeugungs- und Speicherkomponenten auf Basis erneuerbarer Energien innerhalb der Bauobjekte ist soweit abgeschlossen. Jetzt treten unsere Häuser in Dialog“, so Grüneis. Gemeint ist damit die Kommunikation mit Energienetzen und -märkten, wo Smart Buildings in Sachen Harmonisierung der Netzauslastung, indem sie punktuell Flexibilität zur Verfügung stellen, zukünftig eine große Rolle spielen werden.

Garagenluft sorgt für gutes Raumklima und Umweltschutz

Durch den smarten Einsatz von dezentralen erneuerbaren Energien können sowohl die Preisschwankungen von fossilen Brennstoffen abgefedert, als auch das Klima deutlich entlastet werden. Neben bekannten Maßnahmen – wie etwa Photovoltaikanlagen – kommen in der Forschungsumgebung der ASCR eine Vielzahl an neuen innovativen Methoden zum Einsatz – wie beispielsweise die Nutzung von Wärmeabluft für Heizungen und künftig auch der Raumkühlung. Letztere ist nicht zuletzt in Zeiten immer heißerer Sommer eine zentrale Herausforderung für die Energieversorgung.

Im Wohngebäude beispielweise wird die Garagenluft zur Heizung der 213 Wohneinheiten mittels Fußbodenheizung wiederverwertet. Alle Maßnahmen – von Photovoltaik, über thermische und elektrische Speicher, bis zu smarter Gebäudeleittechnik und genannter Wärmerückgewinnung – eingerechnet, kommt es so zu einer CO2 Einsparung von 71 % gegenüber klassischen Gaskessel-Heizungen.

Elektroautos als Energiespeicher der Zukunft

In der kommenden Projektphase „ASCR 2023“ stehen gesamt 17 „Use Cases“ im Zentrum der Forschungstätigkeiten. Gesteigerte Aufmerksamkeit gilt dabei unter anderem dem zukünftigen Umstieg auf Elektromobilität. Durch den Einsatz von dezentralen erneuerbaren Energien ergeben sich neue Chancen im Bereich der Ladung und Energiespeicherung von Autobatterien. Dank „Smart Charging“ werden BenutzerInnen zukünftig ihre Autos – je nach aktuellem Energiepreis und Nutzerverhalten – intelligent laden können. Und in einem weiteren Schritt sollen Autobatterien als Speicher von Energie dienen, die bei Bedarf ins Netz eingespeist werden kann – „Vehicle to Grid“.

Wirtschaftlicher Nutzen und Standortfaktor

Die ASCR in aspern Seestadt liegt eingebettet in das Technologiezentrum vor Ort und ist damit wichtiger Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen und Start-ups aus Zukunftsbranchen wie Industrie 4.0 oder Nachhaltigkeitstechnologien. Dies für die Wiener Wirtschaft optimal zu nützen ist Aufgabe des ASCR-Gesellschafters Wirtschaftsagentur Wien. Demgegenüber kümmert sich die Seestädter Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 AG um den Austausch und die Vernetzung mit der Bau- und Immobilienwirtschaft: Sei es im Bereich großer Bauträger oder auch junger, innovativer Start-ups. So gelingt letztlich der Transfer der Ergebnisse zu den Menschen direkt in aspern Seestadt.

Über die ASCR

Die Forschungsgesellschaft Aspern Smart City Research Gmbh & Co KG (ASCR) wurde von Siemens AG Österreich (44,1%), Wien Energie GmbH (29,95 %), Wiener Netze GmbH (20%) und der Stadt Wien (Wirtschaftsagentur Wien 4,66%; Wien 3420 Holding GmbH, 1,29%) ins Leben gerufen. Grundlegendes Ziel der ASCR ist es, Lösungen für die Energiezukunft im urbanen Raum zu entwickeln und unser Energiesystem effizienter und klimafreundlicher zu machen. Diese konkrete Anwendungsforschung soll der Stadt Wien und deren BewohnerInnen zu Gute kommen. Ein Kooperationsmodell in dieser Größenordnung ist bis dato einmalig. Über 100 Personen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen sind an diesem Forschungsvorhaben direkt beteiligt.

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ASCR Abschlussbericht 2013-2018

Klimawandel, Ressourcenendlichkeit, Urbanisierung – nur eine Auswahl großer Schlagwörter, deren Verwendung aktuell Hochkonjunktur genießt. In diesem Spannungsfeld muss – im Sinne ihrer Zukunftsfähigkeit – die Entwicklung städtischer Infrastruktur gedacht und vorangetrieben werden.

Bereits seit 2013 beschäftigt sich die Forschungsgesellschaft Aspern Smart City Research mit tiefgreifenden technischen Innovationen des Lebens und Arbeitens in einer Smart City. Doch die Entwicklung derart komplexer Systeme stößt in künstlich geschaffenen Laboren rasch an ihre Grenzen. Zur Ausarbeitung innovativer und disruptiver Ideen, sowie der optimalen Abstimmung von Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Verbrauch von Energie, ist die prototypische Umsetzung in einer realen Umgebung unersetzlich.

In den vergangenen 5 Jahren wurden im Stadtentwicklungsgebiet „aspern Seestadt“ eine hochmoderne Forschungsumgebung – bestehend aus einem umfassenden intelligenten Energienetz, einem Wohngebäude, einem Studierendenheim sowie einem Bildungscampus – geschaffen, rund 60 Forschungsfragen beantwortet, 15 prototypische Lösungen in den Bereichen intelligente Gebäude und Netzinfrastruktur entwickelt und rund 7.000 BewohnerInnen mit Energie versorgt.

Davon – und von vielen weiteren Erkenntnissen und Errungenschaften der über 100 Forscherinnen und Forscher – berichtet der folgende Abschlussbericht ASCR 1.0. Er liefert erste vielversprechende Grundlagen zur Beantwortung der zentralen energiepolitischen Fragestellungen der Zukunft.

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ASCR gewinnt „Smart Energy Systems Award 2018“

Internationale Energieexperten treffen sich aktuell in Wien bei der Smart Energy Systems Week Austria (SESWA), um sich über disruptive Veränderungen in der Energieinfrastruktur auszutauschen. Alljährlich werden herausragende Leistungen im Bereich angewandte Forschung und Entwicklung ausgezeichnet. Die Forschungsgesellschaft Aspern Smart City Research (ASCR) wurde am Mittwoch mit dem „Smart Energy Systems Award“ in der Kategorie „Tech Solution“ prämiert. Das von der ASCR eingesetzte Gebäudemanagementsystem optimiert die Energiekosten eines Gebäudes und bietet Flexibilitäten für Energiemärkte an.

Zum bereits zehnten Mal findet diese Woche in Wien die Veranstaltungsreihe Smart Energy Systems Week Austria (kurz SESWA) statt, wo sich internationale Experten zum Leitthema „Energieinfrastruktur als Konsumgut?“ austauschen. Die SESWA zählt zu den traditionsreichsten und renommiertesten Fachforen der Energie- und Technologie-Community. Veranstaltet wird sie vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), dem Klima- und Energiefonds und der Wiener Magistratsabteilung 20 – Energieplanung gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Energiewirtschaft, Industrie und Kommunen.

Award für Forschungsarbeit der ASCR
Im Rahmen der SESWA werden alljährlich herausragende Leistungen im Bereich angewandte Forschung und Entwicklung ausgezeichnet, die maßgeblich zur Umsetzung smarter Energiesysteme beitragen. Einen der begehrten „Smart Energy Systems Awards 2018“ erhielt die ASCR, die im Wiener Stadtteil aspern Seestadt innovative Energielösungen für die Smart Cities von morgen entwickelt.


Für die ASCR nahmen Robert Grüneis, Geschäftsführer der ASCR, und Alfred Einfalt, Siemens AG Österreich, den Award in Empfang.
Im Bild v.l.n.r.: Robert Grüneis, ASCR; Alfred Einfalt, Siemens AG Österreich; Michael Paula, bmvit; Theresia Vogel, Klima- und Energiefonds; Foto: © Photo Simonis Wien

Die Vertreter der Wiener Forschungsgesellschaft durften am gestrigen Mittwochabend den Preis in der Kategorie „Tech Solution“ entgegennehmen: „Die ASCR präsentiert bei der SESWA intelligente Systeme zur Gebäudeoptimierung und zum Angebot von Flexibilitäten für Netz und Markt. Wir freuen uns, dass die Arbeit unseres Teams so großen Anklang findet und sind stolz, Preisträger zu sein“, betonten ASCR-Geschäftsführer Robert Grüneis und Georg Pammer.


Bundesminister Norbert Hofer mit den PreisträgerInnen des Smart Energy Systems Awards 2018.
v.l.n.r.: Alfred Einfalt, Siemens AG Österreich; Robert Grüneis, Aspern Smart City Research GmbH; Ralf Gazda, InnoSense AG; Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie; Petra Busswald, akaryon GmbH; Vera Enzi, Roger Hackstock, Verband Austria Solar; Bernadette Fina, AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Foto: © Photo Simonis Wien

Gebäude als Energiemanager
Durch den wachsenden Anteil dezentral erzeugter erneuerbarer Energie – Stichwort Energiewende – wird es immer schwieriger, Verbrauch und Erzeugung im Gleichgewicht zu halten. Smarte Gebäude werden in Zukunft bei dieser Herausforderung eine wichtige Rolle spielen. Denn sie werden nicht nur in der Lage sein, ihren Energieverbrauch selbst zu managen und zu optimieren, sondern auch Flexibilitäten anzubieten, die zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Dazu bedarf es eines Building Energy Management Systems (BEMS), das in regelmäßigen Intervallen Prognosen des Stromverbrauchs des Gebäudes und mögliche Flexibilitäten errechnet. So lässt sich prognostizieren, wann und wie viel Überschuss produziert und ins Netz eingespeist werden könnte.

Damit Gebäude an Regelenergiemärkten kostendeckend teilnehmen können, braucht es intelligente Stromnetze, welche über den Netzzustand nicht nur jederzeit Bescheid wissen, sondern auch Prognosen erstellen können. Zum Thema „Intelligente Netze für die Städte von morgen“ hält ASCR-Geschäftsführer Robert Grüneis am heutigen Donnerstag gemeinsam mit dem Forscher Alfred Einfalt von Siemens AG Österreich einen Vortrag vor dem internationalen Fachpublikum der SESWA.

Medieninformation zum Download im PDF-Format

Über die ASCR
Die Forschungsgesellschaft ASCR wurde von Siemens AG Österreich (44,1%), Wien Energie GmbH (29,95 %), Wiener Netze GmbH (20%), Wirtschaftsagentur Wien (4,66%) und Wien 3420 Holding GmbH (1,29%) ins Leben gerufen. Ein Kooperationsmodell in dieser Größenordnung ist bis dato einmalig. Bis 2018 steht ein Budget von 38,5 Millionen Euro zur Verfügung. Im Dezember 2017 wurde von den Eigentümern eine Verlängerung der Kooperation bis 2023 und weitere 45 Millionen Euro an Forschungsgeldern beschlossen.

Im Rahmen dieser Kooperation soll ein Teil der technischen Lösungen für die neue Energiewelt entwickelt werden, und zwar anhand der Daten realer Endkunden in einem neu errichteten Stadtteil. Dabei geht es um vorausschauende Gebäudeautomatisierungen und die Nutzung der Energie-Flexibilitäten der Gebäude u.a. am Energiemarkt. Die User werden proaktiv in die Entwicklungsarbeiten eingebunden. Ziel ist, entsprechende Produkte und Services zu gestalten und somit auch die Lebensqualität zu erhöhen. Weiters werden optimale Methoden der Erfassung des Netzzustandes und der Netzplanung entwickelt. Sämtliche Lösungen basieren auf einer übergreifenden IKT, für die die geeigneten Big-Data-Modelle entwickelt und erprobt werden.
Im Rahmen des Smart City Expo World Congress in Barcelona konnte sich die ASCR unter mehr als 250 Einreichungen aus 45 Ländern durchsetzen und einen von drei World Smart City Awards gewinnen. Die ASCR wurde als bestes Smart Project 2016 weltweit ausgezeichnet.

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EU-Kommissar Šefčovič besucht Smart City-Projekt in der Seestadt Aspern

Hoher EU-Besuch und Anerkennung für ein Vorzeigeprojekt der Wiener Energieforschung: Nachhaltigkeit, Innovation und urbane Energielösungen standen beim Wien-Aufenthalt von Maroš Šefčovič, EU-Kommissar der Energieunion, im Mittelpunkt. Am Donnerstag besuchte Šefčovič gemeinsam mit Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke, Wolfgang Hesoun (Generaldirektor Siemens AG Österreich) und Michael Strebl (Geschäftsführer Wien Energie) die Forschungskooperation ASCR in der Seestadt Aspern. Diese gilt europaweit als beispielgebend in der urbanen Energieforschung.

EU-Kommissar Maroš Šefčovič: Intelligente Energiesysteme, nachhaltige Lösungen und die Reduzierung von CO2-Emissionen sind Themen, die ganz Europa bewegen. Das Forschungsprojekt ASCR in Wien arbeitet an diesen Lösungen. Ich freue mich, dass ich mich heute persönlich vor Ort informieren konnte. Hier wird die Energiezukunft gestaltet.

Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke: Wien ist eine stark wachsende Stadt, daher müssen wir schon heute an nachhaltigen Konzepten für die Energieversorgung von morgen arbeiten. Die ASCR ist dafür europaweit ein Vorzeigeprojekt. Wir forschen hier an der urbanen Energiezukunft, die Versorgungssicherheit und Lebensqualität für alle Wienerinnen und Wiener garantieren muss.“ 

Wolfgang Hesoun, Generaldirektor Siemens AG Österreich: „Die Forschungsgesellschaft sticht vor allem durch ihren integrativen Ansatz hervor. Denn es sind nicht Einzelelemente, sondern die komplexen Zusammenhänge des Energiesystems, die anhand realer Daten beforscht werden. Gemeinsam ist es den Projektpartnern mittlerweile gelungen, Daten und Messwerte zu analysieren und so erste Erkenntnisse, die bereits in konkrete Projekte eingeflossen sind, zu gewinnen.“

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Sima/Hesoun: 45 Millionen Euro für Energieforschung – ASCR geht in die Verlängerung!

Wiener Forschungskooperation arbeitet weiter an der urbanen Energiezukunft

Wien, 11. Jänner 2018 – Die ASCR führt seit 2013 eine der innovativsten und nachhaltigsten Energieeffizienz-Demonstrationskooperationen Europas durch. Ins Leben gerufen wurde die ASCR von Siemens, Wien Energie, Wiener Netze, der Wirtschaftsagentur Wien und der Seestädter Entwicklungsgesellschaft Wien 3420. Nun haben die Eigentümer die Fortsetzung der Zusammenarbeit beschlossen. Bis 2023 steht der ASCR 2.0 ein Budgetvolumen von 45 Millionen für die weitere Forschungsarbeit zu Verfügung. Am 11. Jänner 2018 wurden die neuen Schwerpunkte der Forschungsarbeit erstmals präsentiert.

Urbane Energiezukunft
Leitgedanke der ASCR ist es, die urbane Energieerzeugung, die Speicherung und den Energieverbrauch zu optimieren und so den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke erklärt die Wichtigkeit der ASCR für die Stadt Wien: „Wien ist eine stark wachsende Stadt, daher müssen wir schon heute an nachhaltigen Konzepten für die Energieversorgung von morgen arbeiten. Die Beteiligung der Wiener Stadtwerke an der ASCR ist also eine Investition in die Energiezukunft, die Versorgungssicherheit und Lebensqualität für alle Wienerinnen und Wiener garantieren muss. Ich erwarte mir von dieser Forschungskooperation natürlich, dass letztlich marktreife Produkte entstehen.“


v.l.n.r.: Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke, Wolfgang Hesoun, Siemens Österreich-Generaldirektor; (c) PID/Houdek

Die Forschungsgesellschaft sticht vor allem durch ihren integrativen Ansatz hervor. Nicht Einzelelemente, sondern die komplexen Zusammenhänge des Energiesystems werden anhand realer Daten beforscht. Siemens Österreich-Generaldirektor Wolfgang Hesoun ist von diesem Joint Venture überzeugt: „Siemens Österreich ist es immer wieder gelungen, wesentliche Kompetenzen und Leuchtturmprojekte in Österreich anzusiedeln. Möglich ist dies nur aufgrund der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und dem Interesse, intensiv in Forschung und Entwicklung – einem wesentlichen Standortfaktor – zu investieren. Gemeinsam ist es uns mittlerweile gelungen, Daten und Messwerte zu analysieren und so erste Erkenntnisse, die bereits in konkrete Projekte eingeflossen sind, zu gewinnen.“

Einbindung von Endkunden
An der Energiezukunft geforscht wird im neuen Wiener Stadtteil aspern Seestadt. Daten aus dem Stromnetz, von verschiedenen Gebäuden, Wetterdaten und nicht zuletzt die Energiedaten der User machen es möglich, unter realen Bedingungen zu forschen. Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie sieht ein hohes Potential im Bereich der Energieforschung: „Die ASCR bietet uns die Möglichkeit, neue Angebote für unsere Kundinnen und Kunden zu testen. Wir gewinnen so wichtige Erkenntnisse für zukünftige Produkte.“ Auch die Wiener Netze nutzen die ASCR als Testfeld. Die entscheidende Frage lautet, wie der reibungslose Übergang von einem passiven Verteilernetz zu einem smarten Stromnetz der Zukunft gelingen kann. Thomas Maderbacher, Geschäftsführer der Wiener Netze: „Im Netzbereich steht immer die Versorgungssicherheit im Zentrum. Dezentrale Erzeugung stellt das Stromnetz vor große Herausforderungen. Die Forschungsarbeit der ASCR hilft uns dabei, für die Zukunft besser gerüstet zu sein.“


v.l.n.r.: Georg Pammer, Geschäftsführer ASCR, Michael Strebl, Geschäftsführer Wien Energie, Peter Weinelt, Generaldirektor-Stellvertreter Wiener Stadtwerke, Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke, Wolfgang Hesoun, Siemens Österreich-Generaldirektor, Gerhard Schuster, Vorstandsvorsitzender wien 3420 aspern development AG, Robert Grüneis, Geschäftsführer ASCR und Thomas Maderbacher, Geschäftsführer Wiener Netze; (c) PID/Houdek

ASCR 2.0 heißt Vertiefung und Ausweitung der Forschungsbereiche
Die erste Phase der ASCR war von 2013 bis Ende 2018 festgelegt. Nun ist klar, dass die Eigentümer die Kooperation in die nächste Phase tragen, die bis 2023 laufen wird. Die Vorbereitungen auf ASCR 2.0 sind in vollem Gange: Es werden neue Gebäude als Testbeds gesucht und neue Forschungsfragen definiert. Klar ist bereits, dass neben der Vertiefung der Forschung in den Bereichen Smart Building und Smart Grid die Digitalisierung des gesamten Energiesystems noch stärker in den Fokus rücken wird. Dazu gehören auch die sektorenübergreifende Energiesystemoptimierung und der Aufbau einer „Datendrehscheibe“. Darüber hinaus will das ASCR-Team an neuen, datenbasierten Energiemarktmodellen arbeiten. Neu ist zudem die Einbindung der E-Mobilität als Herausforderung für die Stromnetze der Zukunft.

Die beiden Geschäftsführer der ASCR, Georg Pammer und Robert Grüneis, sehen die Verlängerung der Finanzierungszusagen durch die Eigentümer als Vertrauensbeweis für dieses Kooperationsmodell. Beide betonen: „Wir freuen uns darauf, die Forschungsarbeit mit dem engagierten Team der ASCR in den nächsten Jahren fortzuführen.“

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Teilnahme an der Smart City World Expo in Barcelona

Als Vorjahresgewinner wurde uns bei der diesjährigen Smart City World Expo ein Messestand zur Verfügung gestellt. 4 Mitarbeiter der ASCR nahmen zwischen 13.11. und 16.11.2017 an der Smart City Expo teil.

ASCR Folder

Im September 2017 erschien der neue Folder der Astern Smart City Research GmbH. Hier können Sie die Folder downloaden.

ASCR Folder DE

ASCR Folder EN

Energieforschung: App bringt neue Erkenntnisse

Foto: Handy in Hand gehalten © APA/Ludwig Schedl

User und Forschung profitieren gleichermaßen von der Smart Home Control App der ASCR.

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ASCR gewinnt World Smart City Award

Foto: Zwei Männer bei einer Preisverleihung

ASCR wurde als bestes Smart Project 2016 ausgezeichnet.