, ,

Hoher Besuch in aspern Seestadt

© Andreas Tischler© Andreas Tischler

Hoher Besuch Nach Corona-bedingter Zwangspause begrüßte die ASCR unlängst wieder internationale…

,

ASCR-Präsenz auf dem Smart City Summit 2021

„Was müssen wir heute tun, damit die Städte der Zukunft lebenswert bleiben?“ Vor dem Hintergrund dieser drängenden Frage lud die Wirtschaftsagentur Wien am 4. und 5. Mai 2021 zum virtuellen Smart City Summit. Als Bestandteil des globalen Startup-Events ViennaUP’21 diskutierten internationale Smart City-PionierInnen und -ExpertInnen in virtuellen Talks und Workshops über innovative Lösungsansätze für die Städte der Zukunft. Als Wiener Leuchtturmprojekt war auch die ASCR mit starker Präsenz vertreten.

In der Opening Session klärte ASCR-Geschäftsführer Robert Grüneis über die Herausforderungen und Chancen der Städte der Zukunft auf und beantwortete von SchülerInnen vorgetragene Fragen. Besonders wichtig sei der Mehrwert für die Stadt und ihre BewohnerInnen, so Grüneis. „Wir forschen in der ASCR nicht um der Forschung willen, sondern testen konkrete Lösungen für das Energiesystem der Zukunft. Dabei müssen die AnwenderInnen im Zentrum stehen, denn nur wenn unsere Lösungen Anwendung finden können sie einen Beitrag zur Transformation unseres Energiesystems leisten“.

Wie entsprechender Mehrwert aussehen kann präsentierte ASCR-Programmdirektor Oliver Juli anschließend mit aktuellen Forschungsansätzen und Lösungsvorschlägen aus den Bereichen Smart District und E-Mobilität.

Am zweiten Tag des Summit hosteten Forschungsleiter Andreas Schuster und Technischer Koordinator Daniel Menz zudem einen ausgebuchten zweistündigen Co-Creation Workshop zum Themenkomplex „Smart Charging“. Gemeinsam mit ExpertInnen aus den verschiedensten Fachrichtungen debattieren sie die aktuelle ASCR-Forschung rund um intelligente Ladeinfrastruktur und optimierte Ladestrategien.

,

International gefragt: ASCR-Expertise in Deutschland und den USA

Trotz anhaltender Pandemie verzeichnet die Seestadt ungebrochenes, internationales Interesse – wenngleich die Besuche vorerst weiter „nur“ digital stattfinden. Auch die Arbeit der ASCR wird dabei weiterhin mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Davon zeugen zwei exemplarische Beiträge – zum Nachlesen und Nachhören.

In einem Beitrag zum Thema „Zukunftslabor Stadt“ besuchte die Deutsche Energie Agentur DENA die Seestadt als Versuchslabor für die urbane Energiewende. ASCR-Programmleiter Oliver Juli vermittelte die Vorteile des ganzheitlichen Forschungsansatzes und erklärte die technischen Besonderheiten im von der ASCR beforschten Wohngebäude D12. Besonderes Interesse erfuhr dabei die automatisierte Teilnahme des Gebäudes am Regelenergiemarkt sowie der Stromhandel der einzelnen Gebäude untereinander.

Auch auf der anderen Seite des Atlantik stand die Seestadt im Fokus: In einem US-weit übertragenen Beitrag vermittelte der Radiosender PRI Hörerinnen und Hörern einen Eindruck über das Leben in aspern Seestadt. Neben Anwohnern und der Stadtentwicklungsgesellschaft Wien3420 kam dazu auch ASCR-Geschäftsführer Robert Grüneis zu Wort. Er gab unter anderem Einblicke in den aktuellen Forschungsschwerpunkt „Smart Charging“: „Die Seestadt ist ein urbanes Labor für Wien, aber auch für andere Smart Cities weltweit.“

,

Neuzugang: Daniel Menz verstärkt das ASCR-Team als technischer Koordinator

Seit Anfang des Jahres verstärkt Daniel Menz das Team der ASCR als technischer Koordinator neben Forschungsleiter Andreas Schuster. In seiner neuen Position koordiniert der 32-jährige Physik-Diplomingenieur an der Schnittstelle zwischen Management und den über 100 Forscherinnen und Forschern, die in den verschiedenen ASCR-Forschungsdomänen zahlreiche neue innovative Technologien und Fragestellungen beforschen.

Die ASCR ist mit ihrer großen Forschungsumgebung in aspern Seestadt sowie ihrem ganzheitlichen Forschungsansatz einmalig. Ich freue mich darauf, bei einem der größten und spannendsten interdisziplinären Energieforschungsprojekt Europas mitwirken zu können“, so Menz.

Die Basis seiner Karriere legte der Wiener mit Südtiroler Wurzeln 2015 als Masterstudent beim AIT, wo er sich nach Abschluss seines Studiums vor allem mit der Beforschung von Photovoltaikanlagen und erneuerbaren Energiesystemen beschäftigte. Mit dem Wechsel zur ASCR übernimmt Menz nun zunehmend Managementfunktionen.

,

Energieforschung für Mensch und Umwelt

Weltweit wachsen Städte und Ballungszentren. Aktuellen Prognosen zufolge werden bereits 2050 rund 70 % der Menschen in Städten und ihrer Umgebung in sogenannten „Urban Areas“ leben – und die Tendenz ist klar steigend. Auch Wien stellt hier keine Ausnahme dar. In der fünftgrößten Stadt der EU soll die Zwei-Millionen-EinwohnerInnen-Grenze bereits 2027 überschritten werden.

Es liegt auf der Hand, dass gerade den Stadtregionen eine zentrale Rolle im Bereich Klima- und Ressourcenschutz zukommt. Eine große Aufgabe und noch größere Herausforderung, der trotz aktueller Herausforderungen rund um COVID-19 höchste Priorität beigemessen werden muss.

Wien setzt auf Lebensqualität, Ressourcenschonung und Innovation

Wien hat die Zeichen der Zeit schon lange erkannt. Bereits 2014 wurden mit der Smart City-Rahmenstrategie Leitlinien für eine mittel- und langfristige Transformation der Bundeshauptstadt vorgelegt, deren zentraler Anspruch ein Dreiklang aus Lebensqualität, Ressourcenschonung und Innovation ist.

Die Aspern Smart City Research GmbH (ASCR) zum Beispiel ist eines der innovativsten und größten Energieforschungsprojekte Europas – Sie treibt aktiv die Suche nach Lösungen im Sinne der österreichischen Klima- und Energiestrategie voran. Und sie ist ein wichtiger Baustein für Wien als Smart City. Die ASCR zeigt konkrete, wirtschaftliche Lösungen und weiterführendes Know-how im Bereich Energieforschung für nationale wie internationale Projektpartner und die Stadt Wien auf und führt direkt zu nachhaltigen, ökologischen Verbesserungen für die Bewohnerinnen und Bewohner der Bundeshauptstadt.

ASCR: Aktiv Lösungen erforschen

Ich danke allen an diesem erfolgreichen Kooperationsmodell Beteiligten – Siemens Österreich, Wien Energie, Wiener Netze, Wirtschaftsagentur Wien und Wien 3420 – für Ihren Einsatz! Besonders den über 100 Forscherinnen und Forschern gebührt großes Lob. Sie arbeiten täglich an Lösungen für die Energiezukunft der Stadt in den Bereichen Smart Building, Smart Grid, Smart ICT und Smart User. Die intelligente Vernetzung von Gebäuden, Netzen und Märkten, neue Ansätze der Gebäudeheizung und -kühlung oder die Nutzung von E-Autos als Energiespeicher: Die Liste der konkreten Forschungsschwerpunkte ist lang. Mit der ASCR sind wir dafür gut aufgestellt.

Stadtrat KR Peter Hanke

,

MindSphere City Graph: In der Seestadt erprobt, zweifach ausgezeichnet

Die von Siemens Advanta und Microsoft entwickelte und gemeinsam mit der ASCR und den Wiener Netzen erstmalig eingesetzte digitale Lösung „MindSphere City Graph“ wurde doppelt ausgezeichnet: Auf der World Smart City Expo 2020 konnte man dafür den World Smart City Award in der Kategorie „Urban Environment“ in Empfang nehmen, die IDC wiederum verlieh den „2020 Smart Cities and Communities Europe and Central Asia Award“ in der Kategorie “Resilient Infrastructure”.

„City Graph“ bietet einen neuen, innovativen Weg zur Optimierung des Stadtbetriebs: Das Datenmodell erschafft einen digitalen Zwilling von Stadträumen, der es Städten ermöglicht, die physische Infrastruktur zu modellieren, zu überwachen und zu steuern. Durch die Integration von IoT-Daten, Altsystemen und anderen Datenquellen gewinnen die Beteiligten einer Stadt Einblicke und verstehen Veränderungen, während sie geschehen.

Das wegweisende Projekt kam nun als Teil des ASCR-Forschungsschwerpunktes „Smart Charging“ zur Anwendung. Der Einsatz konzentrierte sich auf die Verbesserung des lokalen und regionalen Ladungsmanagements von Elektro-Autos und das klare Verständnis ihrer Auswirkungen auf die Energieinfrastruktur, inklusive Vorhersagealgorithmus. Dieser Anwendungsfall ermöglicht es Energieversorgern, ihre Pläne für ihre Netzkapazität zu optimieren bzw. die Belastbarkeit des Stromnetzes zu verbessern. Gleichzeitig ergeben sich ebenso Vorteile für Stadtbewohner, da ihr Auto in einer optimalen Kaskade von Energietarifen, Zeit- und Systemkosten aufgeladen wird.

Titelbild: © Siemens
Quelle: https://blogs.sw.siemens.com/mindsphere/mindsphere-city-graph-won-the-world-smart-city-award/

,

Neu im SEEHUB: ASCR und Democenter übersiedelten

Seit Gründung der ASCR war Europas größtes Energieforschungsprojekt im Technologiezentrum in der Seestadtstraße 27 beheimatet. Nun, nach langer Vorbereitung, erfolgte die Übersiedlung in den SEEHUB am Wangari-Maathai-Platz 3. Dort wird schon seit längerem das Ineinandergreifen von Lademanagement („Smart Charging“), Gebäudemanagement und Stromnetzmanagement beforscht.

ASCR Geschäftsführer Robert Grüneis ist begeistert von den neuen Möglichkeiten:

„Die Präsenz vor Ort hat sich bereits ausgezahlt. Einerseits bekommen wir in unserer Rolle als Mieter einen frischen Blickwinkel auf die Forschungsarbeit, andererseits konnten wir auch schon mehrfach direkt und unmittelbar in das Forschungsgeschehen eingreifen.“

Gemeinsam mit den Büro-Räumlichkeiten der ASCR übersiedelte auch das Democenter. Es wird in Zukunft in enger Zusammenarbeit mit Wien3420 als zentraler Demoraum genutzt und erfuhr zu diesem Zweck ein umfassendes Update.

,

E-Mobilität: ASCR erforscht intelligentes Laden der Zukunft

Gratis tanken für die Energiezukunft

E-Mobilität: ASCR erforscht intelligentes Laden der Zukunft

Wien, 14.09.2020 – Man sieht sie immer häufiger: Autos mit grünen Kennzeichen. E-Mobilität gilt als Kernstück der künftigen Energie- sowie Mobilitätswende. Doch mit dem einhergehenden, steigenden Einsatz von teils fluktuierenden, erneuerbaren Energien, ergeben sich neue Herausforderungen für Stromnetze. Genau damit – bzw. mit Erforschung und Entwicklung einer intelligenten Ladeinfrastruktur – beschäftigt sich der aktuelle ASCR-Forschungsschwerpunkt „Smart Charging“. E-Fahrzeughalter können dabei nicht nur an der Forschung der Energiezukunft mitwirken, sondern in aspern Seestadt auch gratis „tanken“.

Ob jüngste Fördermaßnahmen im Rahmen der E-Mobilitätsoffensive oder große Allianzen im Autokonzernbereich: Als essenzieller Bestandteil klimagerechter Mobilität sind E-Autos auf dem Vormarsch. Die Fahrzeuge aber sind nur so sauber wie der geladene Strom und entsprechend unerlässlich ist ein hoher Anteil erneuerbarer Energien. Dabei stellt die schwankende Verfügbarkeit grüner Energie das Versorgungsnetz vor neue Herausforderungen.

„Mit unserer Arbeit treiben wir die Energieforschung im Sinne der österreichischen Klima- und Energiestrategie weiter voran. Wir unterstützen die Entwicklung einer intelligenten Ladeinfrastruktur, die kein geschlossenes System darstellt, sondern mit dem Fahrzeug, mit lokalen Energieproduktionsstätten, dem Netz und schließlich den Energiemärkten interagiert. Dabei suchen wir nach Ladestrategien, die umweltfreundlich, kundenorientiert und gleichzeitig netzdienlich sind“, erklärt ASCR-Geschäftsführer Robert Grüneis den Forschungsschwerpunkt. Bereits 2013 gemeinsam von Siemens Österreich, Wien Energie, Wiener Netze, Wirtschaftsagentur Wien und der Seestädter Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 AG ins Leben gerufen, forscht Aspern Smart City Research (ASCR) mit Echtdaten aus dem Stadtentwicklungsgebiet aspern Seestadt an Lösungen für die Energiezukunft im urbanen Raum. Konkretes Forschungsziel ist dabei die Energieerzeugung, deren Verteilung, Speicherung und nicht zuletzt Verbrauch so zu optimieren, dass daraus nachhaltige ökologische wie ökonomische Vorteile für Stadt und Bewohner entstehen.

SEEHUB: Kostenfrei tanken und Energieforschung unterstützen

Der unmittelbare „Smart Charging“-Forschungsort ist die neue multifunktionale Hochgarage „SEEHUB“ der List Group und BOE Gebäudemanagement GmbH in aspern Seestadt. Auf dem Dach der Parkgarage findet sich neben Fußballfeldern auch eine 12 kWp Photovoltaikanlage. In Verbindung mit einem Batteriespeicher und einem dynamischen Netzanschluss versorgt diese innovative AC- und DC-Ladeinfrastruktur auf Parkebene 1 das von Siemens entwickelte Lademanagement „E-Car Operation Center“ und optimiert in der finalen Ausbaustufe cloudbasiert – sowie im Zusammenspiel mit dem lokalen Microgrid Controller des Gebäudes – die einzelnen Ladevorgänge. Um ihr E-Fahrzeug kostenfrei (Das für die Parkdauer im „SEEHUB“ zu lösende Parkticket ist nicht inkludiert bzw. extra gemäß geltender Tarife zu entrichten.) im Rahmen des ASCR-Forschungsprojekts „tanken“ bzw. den Ladeprozess starten zu können, benötigen E-Fahrzeuglenker lediglich eine App (verfügbar für iOS und Android). „Möchte ein Kunde zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder losfahren, ermittelt das Siemens Lademanagement künftig für die zur Verfügung stehende Zeitspanne die optimale Ladestrategie. Dabei werden nicht nur Fahrzeugtype, augenblicklicher Ladestatus und aktuelle Netzparameter berücksichtigt, sondern z.B. auch Wetterprognosen für die Energieproduktion der PV-Anlage miteinbezogen“, so ASCR-Geschäftsführer Georg Pammer.

„Mit unseren Lösungen können wir elektrische Energie puffern und für unterschiedliche Ladezyklen zur Verfügung stellen“, sagt Gerd Pollhammer, Head of Siemens Smart Infrastructure CEE. „Pufferlösungen sind sehr wichtig, um Spitzen im Energieverbrauch zu nivellieren und Bezugsleistungen sicherzustellen – insbesondere, wenn man den Energieverbrauch eines Stadtteils als Gesamtsystem betrachtet. Es besteht hier die besondere Möglichkeit mit Echtdaten zu forschen, nachhaltige und innovative Produkte aus dem Energiebereich zu testen und weiterzuentwickeln.“

Nutzungsverhalten am Mobilitätsknotenpunkt

Auch vier Ladestationen von Wien Energie sind in das Projekt eingebunden bzw. Teil des „E-Car Operation Centers“. Im Zuge des Forschungsprojekts will man mehr zu intelligenten Ladestrategien, Lastmanagement und Nutzungsverhalten lernen. „Der Mobilitätsknotenpunkt Garage ist für die Elektromobilität ein ganz wesentliches Forschungsumfeld, hier findet in Großstädten die Mehrheit der Ladevorgänge statt. Deshalb wollen wir uns das Nutzungsverhalten in der Seestadt genauer ansehen“, so Michael Strebl, Wien Energie-Geschäftsführer. „Unsere Systeme sollen künftig netzdienlich, aber auch kundenorientiert sein. Das heißt, wir wollen den vorhandenen Ökostrom so intelligent wie möglich nutzen, verteilen und Netzüberlastungen verhindern. Und: Dem Kunden ein startbereites Auto bieten, genau dann, wenn er es braucht.“

Intelligentes, stabiles Netz

Ebenfalls zentraler Bestandteil der Infrastruktur ist der von Wiener Netze entwickelte „Grid-Controller“. Er überwacht den Zustand des Versorgungsnetzes. „Smart Charging ist ein wichtiger und aus Netze-Sicht unbedingt erforderlicher Schritt, wenn wir Richtung E-Mobilität gehen“, betont Wiener Netze-Geschäftsführer Thomas Maderbacher. „Unser Versorgungsnetz zählt zu den sichersten Europas. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sind Forschungsprojekte wie dieses hier wichtig“, so Maderbacher und weiter: „Für den erwarteten Anstieg von Elektro-Fahrzeugen in Zukunft ist punktuell ein moderater Netzausbau notwendig. Es braucht aber in jedem Fall geeignete Steuerungsmittel, um das Netz vor Überlastung zu schützen. Neben dem Einsatz von intelligenten Lastmanagementsystemen, Anreize für Konsumenten durch gestaffelte Tarife, sind auch bei Bedarf Steuerungsmöglichkeiten durch die Netzbetreiber notwendig.“

Mit vorausschauender Planung, Investition und Forschung sorgen die Wiener Netze bereits heute dafür, dass die Stromversorgung in Wien und Umgebung auch in Zukunft sicher und für die Energiewende bereit ist. Jährlich investieren die Wiener Netze dazu 300 Millionen Euro.

Über die ASCR

Die Forschungsgesellschaft Aspern Smart City Research Gmbh & Co KG (ASCR) wurde von Siemens AG Österreich (44,1%), Wien Energie GmbH (29,95 %), Wiener Netze GmbH (20%) und der Stadt Wien (Wirtschaftsagentur Wien 4,66%; Wien 3420 Holding GmbH, 1,29%) ins Leben gerufen. Grundlegendes Ziel der ASCR ist es, Lösungen für die Energiezukunft im urbanen Raum zu entwickeln und unser Energiesystem effizienter und klimafreundlicher zu machen. Diese konkrete Anwendungsforschung soll der Stadt Wien und deren BewohnerInnen zu Gute kommen. Ein Kooperationsmodell in dieser Größenordnung ist bis dato einmalig. Über 100 Personen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen sind an diesem Forschungsvorhaben direkt beteiligt. 2019 startete die zweite Projektphase „ASCR 2023“. Dabei stehen gesamt 17 „Use Cases“ Zentrum der Forschungstätigkeit. Das Spektrum reicht dabei von der weiteren intelligenten Vernetzung von Gebäuden, Netzen und Märkten, über neue Ansätze der Gebäudeheizung und -kühlung bis zur möglichen Nutzung von E-Autos als künftige Energiespeicher. www.ascr.at

Über den SEEHUB

Ein Treffpunkt für Arbeit, Forschung und Sport: Perfekt in die städtische Infrastruktur der Seestadt eingebunden, wurde der SEEHUB als modernes, multifunktionales, nachhaltiges Garagen-Hybrid-Gebäude realisiert, das den heute vielfältigen urbanen Anforderungen in höchstem Maße entspricht. Ein Projekt der List Group mit Sitz in Wien, die seit vielen Jahrzehnten erfolgreich als privater Errichter, Eigentümer und Betreiber in den Bereichen Garagen, Immobilien, Handel und Hotellerie & Gastronomie tätig ist. www.list-group.at

, ,

Ein Studentenwohnheim als virtuelles Kraftwerk

Mit dem „Green House“ beheimatet aspern Seestadt das weltweit erste Passivhaus-Plus Studentenwohnheim. Doch wenn das Objekt seinen eigenen Strom produziert, prognostiziert wann die Bewohner unter die Dusche treten, überschüssige Energie für kältere Tage speichert oder am Regelenergiemarkt handelt, dann bekommen die rund 300 Studenten davon nichts mit. Denn: All das passiert automatisch und wird vom intelligenten Energiemanagementsystem des Gebäudes selbstständig übernommen – flexibel und smart eben. Das sich damit viel Geld sparen lässt und beim Handeln mit der Strombörse gar finanzielle Gewinne möglich sind, liegt auf der Hand. Und im Rahmen der ASCR Forschungstätigkeiten gibt es den passenden Schwerpunkt.

Anhand des Studentenwohnheims in aspern Seestadt erforscht die ASCR die Integration von Smart Buildings in den Regelenergiemarkt. Erste Ergebnisse lassen dabei großes Potential erkennen: „Wenn wir die im Rahmen unserer Forschungstätigkeit zum Einsatz kommenden Technologien bei rund 20 Prozent der Gebäude in Wien umsetzen würden, wären jährliche Gewinne von etwa 30 Millionen Euro möglich“, erklärt ASCR Geschäftsführer Robert Grüneis.

 

©PID Christian Houdek
Michael Gebauer; StRin Ulli Sima; Michael Strebl; Robert Grüneis ©PID Christian Houdek

Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke, machte sich Ende Oktober von den Forschungen selbst ein Bild und lud Vertreter der Medien zu einer exklusiven Tour durch das Studentenwohnheim. ASCR-Experte und Projektleiter Robert Hammerling übernahm dabei die Führung durch das „Green House“.

Das Interesse war groß und schlug sich auch in der Berichterstattung nieder. Neben W24 und HEUTE berichtete Der Standard.

, ,

ASCR Democenter: Ein Blick in die Energiezukunft

Ende September lud die Wirtschaftsagentur Wien zum Tag der offenen Tür ins Technologiezentrum in aspern Seestadt. Für die ASCR ein klarer Fall, das beliebte Democenter zu öffnen. Und das mit Erfolg. Über 200 technikbegeisterte BesucherInnen informierten sich über die hochmoderne ASCR-Forschungsumgebung. ASCR Geschäftsführer Robert Grüneis sowie Forschungsleiter Andreas Schuster standen den BesucherInnen Rede und Antwort. Von Autobatterien, die bei Bedarf für Netzstabilität sorgen bis zu Häusern, die eigenständig an den Energiemärkten handeln und so Gewinne für Stadt und Bewohner generieren wurden viele aktuelle Forschungsschwerpunkte der ASCR genau beleuchtet und diskutiert.

Fazit: Ein gelungener, informativer Tag, der großes Interesse an der Forschungstätigkeit der ASCR offenbarte. Schließlich geht es um Antworten auf die großen Fragen der Energiezukunft. Und genau daran arbeiten die über 100 ForscherInnen im Rahmen von Europas größtem und innovativstem Energieforschungsprojekt.