Foto: Handy in Hand gehalten © APA/Ludwig Schedl

111 Haushalte aus dem Wohngebäude auf dem Baufeld D12 stellen ihre Energiedaten der ASCR zur Verfügung. Seit Dezember 2016 haben diese BewohnerInnen ihren Energieverbrauch noch einfacher via Smartphone oder Tablet im Blick. Dafür sorgt eine eigens von der ASCR und der Firma EMAKINA entwickelte Smart Home Control App.

Der Vorteil für die NutzerInnen besteht darin, dass sie über ein personalisiertes Dashboard alle Energieeinstellungen von jedem Ort aus und zu jeder Zeit einsehen und verwalten können. Der Energieverbrauch selber lässt sich je nach Bedarf steuern. Heizung und Lüftung können beliebig ein- oder ausgeschaltet, höher oder niedriger geregelt werden. Auch vordefinierte Steckdosen können per App oder durch Betätigung des Eco-Buttons am Wohnungseingang vom Netz genommen werden.

Darüber hinaus verfügt die App über einfach zu bedienende, voreingestellte Modi à la Werktag, Homeoffice, Party oder Urlaub. Geplant ist außerdem die Einbindung eines zeitvariablen Stromtarifes, womit die NutzerInnen ihre Haushaltsgeräte z. B. Betrieb der Geschirrspülmaschine, Bügeleisen, Aufladen von Batterien, etc. zu Zeiten aktivieren können, in denen der Strom günstiger ist.

Das ASCR-Forschungsprojekt profitiert von den Daten der User. Die App hat eine Schnittstelle mit der Gebäudetechnik über welche die Steuerung funktioniert und eine weitere mit einer Datenbank aus denen z. B. die Energieverbrauchsdaten abgelesen werden können. Neben den Erkenntnissen zum Energieverbrauch der NutzerInnen lässt sich auch eruieren, welche App-Funktionen langfristig sinnvoll sind und wie oft sie gebraucht werden.

Dieser Praxischeck ist insofern wertvoll, da die Echtdaten der User der ASCR wichtige Einblicke in deren geben. Das Ziel ist es schließlich, kundenfreundliche Marktlösungen zu entwickeln, die in weiterer Folge massentauglich und auf ganze Städte übertragbar werden sollen.