ENERGIEZUKUNFT BEGREIFLICH MACHEN

Das Energieforschungsprojekt Aspern Smart City Research zieht Zwischenbilanz und eröffnet ASCR Demo Center

Wien, 01.06.2016 – Seit 2013 forscht das europaweit angesehene Projekt Aspern Smart City Research (ASCR) in der Seestadt zum Thema Energieeffizienz. Mit Forschungsarbeit in den Bereichen Smart Building, Smart Grid, Smart User und Smart ICT sollen urbane Energieerzeugung und -Verbrauch optimiert werden. Zur Projekthalbzeit ziehen die EnergieforscherInnen Zwischenbilanz und eröffnen das ASCR Demo Center im aspern IQ. Im neu eröffneten Schauraum sieht man schon heute, was die Energiezukunft von morgen bringt.

Seit drei Jahren forscht das ASCR-Team zum Thema Energieeffizienz und ist heuer bereits bei der Projekt-Halbzeit angelangt. Ziel der Forschungsarbeit ist es, urbane Energieerzeugung und den Energieverbrauch zu optimieren und so den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Anhand realer Daten aus aspern Seestadt werden alle Komponenten im Energiesystem miteinbezogen – Gebäude, Netz, NutzerInnen sowie Informations- und Kommunikationstechnologien bilden die Eckpfeiler der Forschungsarbeit. Die Erkenntnisse der ASCR sollen letztendlich auch auf ganze Städte anwendbar sein und zu einem effizienteren, ressourcenschonenderen Energiesystem beitragen. Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke: „Wien wächst und der Energieverbrauch steigt. Da ist es essenziell, dass wir schon heute nachhaltige Konzepte für das Energiesystem von morgen entwickeln. Die Forschung der ASCR knüpft genau da an und entwickelt hier jene innovativen Lösungen die uns dabei helfen, Ressourcen zu schonen und die Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener auch für die Zukunft nachhaltig zu sichern.“ Sima betont außerdem die Relevanz des Projekts für die Wiener Stadtwerke, die das Projekt in der Seestadt nutzen, um Energietechnik mit einem Fokus auf die NutzerInnen weiterzuentwickeln.

Energiezukunft gestalten

Das Besondere an diesem Forschungsprojekt ist, dass nicht nur an Einzeltechnologien geforscht, sondern vor allem auch das Gesamtsystem analysiert wird. Während die erste Phase der Infrastrukturimplementierung und der Datenerhebung diente, sollen im nächsten Schritt neu entwickelte Steuerungsalgorithmen implementiert werden, um zum Beispiel Gebäuden zu ermöglichen, ihren Eigenverbrauch zu optimieren und Überschüsse respektive Flexibilitäten dem Niederspannungsnetz oder dem Energiemarkt anzubieten. Siemens Österreich Generaldirektor Wolfgang Hesoun ist von diesem Ansatz überzeugt: „Die Energiewende verlangt uns allen ein Umdenken ab. Das bisher geltende Prinzip ‚Erzeugung folgt Last’ ist nicht mehr haltbar. Dezentrale Erzeugung, Speicherung und Verbrauch müssen intelligent kombiniert werden. In der Seestadt haben wir die einzigartige Chance, diesen Ansatz zu verfolgen und neue Technologien für Gebäude und Verteilnetz bereits heute in realem Umfeld anzuwenden.“

Top-Level Energieforschung einfach erklärt

Was die Energieforschung in der Seestadt alles kann, soll es ab sofort im aspern IQ zu sehen geben. Im neuen ASCR Demo Center werden die vier Forschungsbereiche – Smart Building, Smart Grid, Smart User und Smart ICT – präsentiert. Auf einer Fläche von über 60 m² bekommen BesucherInnen Einblick in das Forschungs-programm. Mit interaktiven Installationen erfährt man, wie in einem städtischen Umfeld die Erzeugung, Speicherung, Verteilung und der Verbrauch von Energie effizient erfolgen können. „Ziel des Demo Centers ist es, das Forschungsprojekt verschiedenen Zielgruppen zugänglich zu machen und einen Einblick zu geben, wie Energieversorgung, Nutzung und Speicherung heute und in Zukunft funktionieren kann“, sind sich die ASCR-Geschäftsführer Reinhard Brehmer und Georg Pammer einig. Die Tour durch das Demo Center wird je nach Besuchergruppe adaptiert und bietet so interessante Infos für Laien aller Altersklassen, Studierende und FachexpertInnen. Das Demo Center hat keine fixen Öffnungszeiten – BesucherInnen können sich über office@ascr.at oder unter 01 908 93 69 für Führungen anmelden.

© Aspern Smart City Research (ASCR)/APA-Fotoservice/Schedl